Froschkönig – Kulturverein Schloss Grünenstein

Mozart & Haydn, eine außergewöhnliche Künstlerfreundschaft – 19. Juli 26

Serenade mit klassischem Streichquartett
Mozart & Haydn, eine
außergewöhnliche Künstlerfreundschaft

Editha Fetz und Elisabeth Köstler – Violine
André Vitek – Viola
Ulrike vom Hagen – Violoncello

Sonntag, 19. Juli 2026 18.00 Uhr im Barockgarten
auf Schloss Grünenstein in Balgach
(oder im Musiksaal bei unpassendem Wetter)

Bekannt ist, dass Haydn und Mozart häufig zusammen in privatem Kreis musizierten.
Wir wissen von einem Quartett-Abend in Wien im Jahr 1785 beim Komponisten
Stephen Storace, da spielte Haydn die erste Violine, der Komponist Ditters von Dittersdorf
die zweite Violine, Mozart bevorzugte wie so oft die Bratsche und ein weiterer
Komponist, Johann Baptist Vanhal saß am Violoncello. Was für ein Gipfeltreffen
von fünf Komponisten, die sich musizierend und hörend mit Mozarts neuesten
Schöpfungen auseinandersetzten.
Wann aber, so fragen wir uns, kam es denn zur ersten persönlichen Begegnung
zwischen den beiden Grossen der Wiener Klassik? Und wie hat sich daraus trotz einem
Altersunterschied von 24 Jahren eine so aussergewöhnliche Freundschaft
entwickelt – eine Freundschaft von der Nikolaus Harnoncourt sagte: Mir ist keine
Künstlerfreundschaft bekannt, die so ehrfurchtsvoll, so bedeutend und so unabhängig
vom Alter war, wie die zwischen Haydn und Mozart.
Zwei die einander erkennen und sich auf Augenhöhe begegnen. Mozart hat sonst
keinen einzigen zeitgenössischen Kollegen anerkannt. Im musikalischen wie offenbar
auch im persönlichen Gespräch kamen sich die beiden so unterschiedlichen
Künstler auch menschlich näher: Einerseits Haydn, ein kräftiger, knochiger, robuster
Mann von ländlich-handwerklicher Herkunft und offensichtlich von gewaltigen
Körperkräften.14 Ausser nach Wien, Pressburg und Esterhazy war Haydn damals
kaum gereist. Andererseits der weitgereiste Mozart, der Sohn eines hochgebildeten
Vaters, klein von Statur, feingliedrig und eher schwächlicher Konstitution.
Haydn war charmant, liebenswürdig und tolerant, bekannt für seine ruhige, ausgeglichene
Art, ein hervorragender Kaufmann, der es dank seinem geschickten Umgang
mit seinen Einnahmen, zu grossen Reichtum brachte und Mozart, der quirlige,
spontane Künstler, der ständig unruhig in Bewegung war, der sich des Öfteren
durch seine spitze Zunge und unverblümte Direktheit erbitterte Feinde machte,
der dem Geld, erst wenn keines mehr da war, Bedeutung beimass -man kann sich,
auch abgesehen vom Altersunterschied, kaum grössere Unterschiede vorstellen.
Der Froschkönig ist gespannt, wie unser Streichquartett Werke von Mozart, Haydn,
Dittersdorf und Vahal interpretieren und uns auf eine musikgeschichtliche Reise
mitnehmen.

Eintritt frei,
Ertrag aus der Kollekte kommt den Künstlern zu Gute.
Anmeldung: info@froschkoenigreich.ch

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